Phase I Studie mit uPA Inhibitor WX-UK1 erfolgreich abgeschlossen
München, 25. Januar 2008. Das
Münchener biopharmazeutische Unternehmen WILEX AG (ISIN DE0006614720
/ Frankfurter Wertpapierbörse / Prime Standard) hat eine Phase
I Dosis-Eskalations-Studie mit seinem Medikamentenkandidaten WX-UK1
in Kombination mit dem chemotherapeutischen Wirkstoff Capecitabine
(Xeloda®, Hoffmann La Roche, Basel, Schweiz) bei Patienten mit
fortgeschrittenen soliden Tumoren erfolgreich abgeschlossen. Die
Studie wurde am Fox Chase Cancer Center, Philadelphia, USA, als
monozentrische Studie durchgeführt. Sie wurde vom US-Verteidigungsministerium
im Rahmen des Brustkrebsforschungsprogrammes unter der Vereinbarungsnummer
DAMD17-03-1-0634 gefördert.
Es wurden 25 Patienten mit der Kombination aus den beiden Substanzen
behandelt. Die Patienten erhielten drei Wochen lang einmal wöchentlich
eine Infusion mit WX-UK1 in verschiedenen fixen Dosierungen. Begleitend
erhielten die Patienten zwei Wochen lang täglich Capecitabine.
Dieser dreiwöchige Zyklus wurde bis zur Progression der Krankheit
oder bis zum Erreichen der Toxizität wiederholt. Es wurden
bis zu 15 Behandlungszyklen (elf Monate) durchgeführt. 23 Patienten
beendeten mindestens einen Behandlungszyklus, wobei im Durchschnitt
4,5 Behandlungszyklen pro Patient durchgeführt wurden.
Die Kombinationstherapie erwies sich als sicher und gut verträglich.
Es wurden die für eine Behandlung mit Capecitabine typischen
Nebenwirkungen beobachtet, wobei keine sichtbare Veränderung
in der Frequenz oder Intensität dieser Nebenwirkungen zu berichten
war. Es wurde kein Anstieg der Häufigkeit oder der Intensität
der Nebenwirkungen in Zusammenhang mit der gleichzeitigen Gabe von
WX-UK1 beobachtet. Schwerwiegende Nebenwirkungen, zurückzuführen
auf WX-UK1, wurden nicht berichtet. In der pharmakokinetischen Analyse
ergaben sich keine Hinweise auf eine signifikante wechselseitige
Medikamenteninteraktion; das pharmakokinetische Profil von WX-UK1
hat sich linear zur verabreichten Dosis entwickelt.
In dieser schwierig zu behandelnden Patientenpopulation
mit fortgeschrittenen metastasierten Tumoren und keiner verfügbaren
effektiven standardisierten Behandlungsoption hat die Kombinationstherapie
mit WX-UK1 bei einigen
Patienten vielversprechende Wirkungen gezeigt: So konnten Hinweise
für ein verlängertes stabiles Krankheitsbild beobachtet
werden. Bei drei Patienten, davon zwei Patienten mit metastasiertem
Brustkrebs, zeigte sich ein partielles Ansprechen.
„Die Hinweise auf die Wirksamkeit sind besonders erwähnenswert,
da alle drei Patienten zum Zeitpunkt des Studienbeginns Anzeichen
des Fortschreitens der Krankheit zeigten.“ kommentiert Dr.
Paul Bevan, Vorstand für Forschung und Entwicklung der WILEX
AG. Dr. Bevan weiter: „Die Studienergebnisse bestätigen
unseren therapeutischen Ansatz zur langfristigen Behandlung von
verschiedenen Krebsarten mit anti-metastatischen uPA-Inhibitoren.
Denn auch bei einer Behandlungsdauer von elf Monaten mit 46 Infusionen
erwies sich die Kombination mit unserem Medikamentenkandidaten und
Capecitabine als sicher und gut verträglich. Mit dieser Studie
ist unser Phase I-Programm mit uPA-Inhibitoren abgeschlossen. Eine
Phase II Studie mit WX-671, der oral verabreichbaren Vorstufen-Substanz
von WX-UK1, wird derzeit durchgeführt.“ so Dr. Bevan
weiter.
Über das uPA Programm der WILEX
AG
Die Arzneimittelkandidaten WX-UK1 und WX-671 werden
als Teil des Urokinase-spezifischen Plasminogen Aktivator (uPA)-Programms
der Gesellschaft entwickelt. Darin entwickelt WILEX mehrere Wirkstoffe
zur Hemmung des uPA-Systems. Das uPA-System spielt eine wichtige
Rolle beim Wachstum, bei der Ausbreitung und Metastasierung von
verschiedenen bösartigen Tumoren. Die Gesellschaft erwartet,
dass Arzneimittelkandidaten, die aus dem uPA-Programm hervorgehen,
bei der Behandlung von Patienten mit Krebserkrankungen wie Brust-,
Bauchspeicheldrüsen-, Eierstock-, Magen- und Darmkrebs eingesetzt
werden können.
WX-UK1 und WX-671 haben jeweils klinische Studien
der Phase I erfolgreich abgeschlossen und haben sich dabei nach
Ansicht der Gesellschaft als sicher und gut verträglich erwiesen.
WX-671 kann oral als Kapsel verabreicht werden und wird im Körper
in WX-UK1 umgewandelt. Dies erleichtert die langfristige Behandlung
von Patienten. Deswegen hat sich die Gesellschaft dazu entschlossen,
WX-671 in zwei Phase II-Studien auf seine Wirksamkeit zu untersuchen.
Nach positiven Ergebnissen aus diesen Phase II-Studien plant WILEX
WX-671 auch bei anderen Krebsarten zu testen.
Über die WILEX AG
Die WILEX AG ist ein biopharmazeutisches
Unternehmen mit Sitz in München und wurde im September 1997
von einem Team von Ärzten und Krebsforschern der Technischen
Universität München gegründet. WILEX konzentriert
sich auf die Entwicklung neuer Krebstherapien, die auf Antikörpern
und niedermolekularen Wirkstoffen basieren. Therapeutischer Ansatz
der Projekte der Gesellschaft ist es in der Regel, das Wachstum,
die Ausbreitung und die Metastasierung bösartiger Tumore im
Körper zu verhindern und / oder deren Zerstörung zu fördern.
WILEX hat ein breites Portfolio von mehreren fortgeschrittenen klinischen
Arzneimittel- und Medizinproduktkandidaten, sowie Kandidaten in
der Forschungsphase. Derzeit befinden sich insbesondere die folgenden
Substanzen in der klinischen Entwicklung: WX-G250 (vorläufiger
Entwicklungsname: RENCAREX®), CA9-SCAN, WX-671 und WX-UK1. Die
Strategie der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, WILEX zu einem
kommerziell erfolgreichen biopharmazeutischen Unternehmen mit einem
breiten Portfolio an neuartigen Arzneimitteln und Medizinprodukten
zur Behandlung von Krebserkrankungen zu entwickeln. Die WILEX AG
ist an der Frankfurter Wertpapierbörse im Regulierten Markt
/ Prime Standard notiert.
ISIN DE0006614720
WKN 661472
Symbol WL6
Kontakt
Juliane Giese
Manager Public Relations
WILEX AG
Grillparzerstr. 10, 81675 München
Tel.: +49 (0)89-41 31 38-29
Fax: +49 (0)89-41 31 38-99
Email: press@wilex.com
Website: http://www.wilex.com
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